Bergkirche Schönbach

 

Zwischen 1806 und 1814 wurde die heute noch erhaltene Kirche errichtet. Teile des Vorgängerbaus wurden in die entstehende Kirche integriert, so zum Beispiel der Sockel des Kirchturms. In diese neue Kirche wurden unter anderem auch Betstübchen eingebaut, die zunächst den Rittergutsbesitzern von Leisenau, Kötteritzsch und Schönbach, sowie der Pfarrersfamilie vorbehalten waren.

Der frühere Rittergutsbesitzer von Kötteritzsch stiftete 1890 der Kirchgemeinde einen Taufstein aus Sandstein. Er ist noch heute in Gebrauch. Ein älterer Taufstein aus Rochlitzer Porphyrtuff mit seinem Fuß noch aus romanischer Zeit hat seinen Platz in der vorhandenen Winterkirche gefunden.

Das 20. Jahrhundert brachte der Kirche einige Veränderungen: 1901 wurde feierlich die neue Orgel in Betrieb genommen, die von der Firma Schmeißer aus Rochlitz erbaut wurde. Ihre Vorgängerin war 1900 bei einem Blitzeinschlag in die Kirche völlig zerstört worden. Aus demselben Jahr stammen auch die drei Deckengemälde „Das Lamm Gottes“ (über dem Altar), „Der segnende Christus“ (über dem Kirchenschiff) und „Bibel und Kreuz“ (über der Orgel). Malermeister Urbig aus Bad Lausick hatte die Arbeiten ausgeführt, die Entwürfe dazu hatte der Sohn des seinerzeit amtierenden Schönbacher Pfarrers Karl Hugo Grube angefertigt.

Im Laufe der folgenden Jahrzehnte und unter wechselnden politischen Verhältnissen konnte die Kirche mit ihrem Gepräge dankenswerterweise erhalten und behutsam renoviert werden. In den Jahren nach der Friedlichen Revolution von 1989 griff den treuen und spendenwilligen Gemeindegliedern der „Verein der Freunde und Förderer der ev.-luth. Bergkirche Schönbach e.V“ unter Federführung der Familie Commichau immer wieder großzügig unter die Arme. Mit Hilfe des Hamburger Vereins und kirchlicher sowie staatlicher Förderprogramme konnten zahlreiche Baumaßnahmen erfolgreich umgesetzt werden.

Wir sind dankbar, dass wir 2014 in einer lebendigen Gemeinde und in einem schönen Gotteshaus den 200. Geburtstag der Bergkirche feiern können.

Besucher sind herzlich willkommen! Gern öffnen wir Ihnen die Kirche auch außerhalb unserer Gottesdienstzeiten zur Andacht und für Besichtigungen. (Tel.: 034381 43674, Frau Beyer)

Dorothea Schanz

 

Bilder der Bergkirche Schönbach