Aufrichtung Liebe!

Frauen gehen gebeugt,
         die Arme einkaufsgebeutelt,
         die Einholung erledigt.
         Voll gepackt und oben auf liegen die Pläne für die Feiertage.

Männer gehen gebeugt,
         auf den Schultern Kinder,
         Kästen und Christbäume schleppend.
         Was „mann“ so stemmen muss als Verantwortungsträger.

Kinder gehen gebeugt,
         unter der Last von Ranzen
         und SchulDrucksäcken.
         Schwer ist das Gedicht,
         ein Konzert und der Test bis zum Fest.

Junge Menschen sitzen gebeugt,
         über Smartphones und
         Computertastaturen.
         Immer auf ´m und am Posten,
         Nerviges wegwischend.

Alte gehen gebeugt,
         all die Jahre auf dem Buckel
         und ein Bündel Erfahrung.
         Und, wer einmal gestolpert ist,
         der sichtet den Weg.

Listen und Lasten lassen nichtaufblicken.
Alle Hände haben voll zu tun,vieles ab- und heimlich einzuwickeln.
Und der Schnee vor den Füßen will geschippt sein.

Weil wir oft nicht aufblicken können, kam Gott auf den Boden unserer Tatsachen.

Dort, in einem Stall, schrie er:
„Ich liebe euch!“ in die Nacht.

Jedes Christfest ist ein ECHO dieses Liebesschwurs.
Lausch alten GeschICHten und Liedern!
GebLIEBEn ist sein Ruf.
Horch auf, im GekEUCHe und Getümmel!
KlanglICH leise, doch unter uns, klingt seine LIEBE.
Nicht gehEUCHelt, wahrhaftig dich suchend.

Wer Gottes Ruf vernimmt, dem lEUCHten Aug und Herz.
Der blickt auf
gen Himmel*
Der geht aufgerichtet weiter.
Auf, Richtung Liebe!

Konstanze Eymann

 

Liebe Leserinnen und Leser,

mit diesen Worten, die meine Dresdner Kollegin gedichtet hat, wünsche ich Ihnen, dass Sie es Ihnen in der Advents- und Weihnachtszeit gelingt, hin und wieder von Ihren Lasten aufzublicken und das Echo der Liebe Gottes zu hören. Unsere An-dachten, Gottesdienste, Konzerte und Krippenspiele wollen dazu beitragen. Sie sind herzlich eingeladen!

 Ihre Pfrn. Dorothea Schanz

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