Unser Glaube

Liebe Leserinnen und Leser,

 

eine sanfte Meeresbrise, eine Hänge-matte im Garten, ein Schaukelstuhl auf der Veranda: So schön kann Sommer sein! Es ist auch die Zeit, in der sich viele einem Buch widmen (können). Buchhandlungen, Bibliotheken und Internetportale bieten eine immense Fülle an Belletristik, Sciene Fiction, Sach- oder Kriminalliteratur.

Es spricht aber auch allerhand dafür, die Bibel für sich neu zu entdecken.

 

Wussten Sie, dass…

… die Bibel (bzw. Bibelteile) weltweit in knapp 2400 Sprachen erhältlich ist?

 

… das Wort Bibel sich ableitet von der Stadt Byblos (im heutigen Libanon)? In deren Hafen wurde in früherer Zeit Papyrus verschifft.

 

… die Bibel in sich eine Bibliothek ist? Sie versammelt 66 einzelne Bücher: 39 im Alten und 27 im Neuen Testament.

 

… die Ursprache des Alten Testaments Hebräisch ist? Die Sprache Jesu war Aramäisch. Das Neue Testament wurde jedoch in Griechisch verfasst – dem „Englisch der Antike“.

 

… es schon vor Martin Luther deutsche Bibelübersetzungen gab? Aber erst mit dem Reformator wurde die deutsche Bibel ein Erfolg, weil er sich in seiner Übersetzung vor allem an der gespro-chenen Sprache orientierte und „dem Volk auf ´s Maul schaute“. So arbeitete er den Sinn der Texte besser heraus.

… der schlimmste Druckfehler 1631 in England passierte? Ein Drucker hatte vergessen, ein „nicht“ zu setzen, so dass es einige Zeit unbemerkt in der Bibel hieß: „Du sollst ehebrechen.“

 

Auf die Frage, was denn sein Lieblingsbuch sei, antwortete Bertolt Brecht überraschend: „Sie werden lachen, die Bibel.“

 

… die Bibel unzählige Gattungen in sich vereint? Sie enthält Geschichts-berichte, Sagen, Lieder, Gebete Sprüche, Stammbäume, Fabeln, Prophetische Worte, Liebesgedichte, Bekenntnisse, Streitgespräche, Gleichnisse, Wunderberichte, Briefe.

 

… Worte der Bibel politische Schlagkraft besitzen? Christliche Jugendliche in der DDR, die in den 1980er Jahren bewusst den Aufnäher mit dem Bibelwort „Schwerter zu Pflugscharen“ auf ihren Jacken trugen, gerieten mit ihrer Einstellung in den Fokus der Staatsmacht. Ihre von der Bibel inspirierte Gewaltlosigkeit hatte Kraft. Und bereits 1929 bekannte selbst der Hindu Mahatma Ghandi „Es ist die Bergpredigt, die mich Jesus lieb gewinnen ließ.“  

 

Ich selbst lese die Bibel gern. Bei schwierigen Stellen finde ich es gut, dass ich mich darüber mit anderen Christen anregend oder auch kritisch austauschen kann.

 

Ich wünsche Ihnen eine gute Lektüre! 

Ihre Pfarrerin Dorothea Schanz

Die Losung von heute

Gott, schweige doch nicht! Gott, bleib nicht so still und ruhig! Denn siehe, deine Feinde toben, und die dich hassen, erheben das Haupt.

Psalm 83,2-3

Zacharias sprach: Der Gott Israels hat mit einem Eid versprochen, uns aus der Macht der Feinde zu befreien, damit wir keine Furcht mehr haben müssen und unser Leben lang ihm dienen können.

Lukas 1,73-75

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