Liebe Leserinnen und Leser,

 Ein Flugzeug im Landeanflug: „In wenigen Minuten werden wir landen.“, so die Durchsage des Flugkapitäns. Damit bereitet er die Passagiere auf die baldige Ankunft am Ziel vor. Nervöses Hin- und Herrücken, es ruckelt, Aufsetzen auf der Landebahn.

Im Terminal des Flughafens warten viele Leute auf die Ankommenden. Manche haben Blumen dabei, andere winken. Mancher kann sich die Tränen der Freude nicht unterdrücken: „Endlich kommst du an! Schön, dass du da bist. Das wird ein Fest!“

 

ADVENT

Advent ist Lateinisch und bedeutet „Ankunft“. Es ist die Zeit des Wartens, dass Jesus Christus zu uns kommt. In dieser Zeit bereiten wir uns vor: Schmücken die Wohnungen, backen Leckereien, kaufen Geschenke. Es ist die Zeit der Vorfreude. Wir bereiten uns äußerlich vor. Gelingt es uns auch, unsere Gedanken, unser Herz auf das Kommen von Jesus vorzubereiten?

Wir feiern Jesu Geburt zu Weihnachten. Aber im Grunde leben Christen in einem bleibenden Advent: Jesus kommt wieder – spürbar für alle! Er hat es versprochen.

 

WEIHNACHTEN

Für viele Menschen unserer Tage vermischen sich Advents- und Weihnachtszeit zunehmend. Es wird zu einem ununterscheidbaren „Festge-misch“. Dabei ist es gut, dass es die Vorbereitungszeit gibt. Schließlich braucht auch eine Geburt Vorbereitung. Und es braucht seine Zeit, ehe das Kind das Licht der Welt erblickt.

Wenn es aber so weit ist, feiern wir Geburtstag! Die Eltern, die Hirten, Menschen, die sich von der Freude anstecken lassen. Die Engel jubilieren. Jesus ist kein beliebiger Punkt der Geschichte, sondern seine Mitte.

Darum hören die Feierlichkeiten auch nicht mit dem 26.12. schlagartig auf, sondern der Weihnachtsfestkreis reicht mindestens bis zum Dreikönigsfest/ Epiphanias, bzw. bis zum letzten Sonntag nach Epiphanias.

 

EPIPHANIAS

Am 6. Januar erinnert die Tradition an die Weisen, die mit Gold, Weihrauch und Myhrre dem Kind ihre Aufwartung machen. In der Tradition hat man aus den Weisen (in der Bibel finden wir keine genaue Anzahl!) die drei Könige Balthasar, Melchior und Caspar gemacht. In ihnen werden die damals bekannten Kontinente Europa, Asien und Afrika symbolisiert. Vor dem Kind stehen sie vereint im Frieden zusammen. Im Stern ist das Motiv vom Licht präsent, das die Menschen auf einen neuen König weist.

Ursprünglich haben Christen in Ägypten am 6.1. die Geburt und Taufe von Jesus gefeiert. Als aber die Christen in Rom verbindlich im 6. Jahrhundert den 25.12. als Christgeburtsfest festlegten, blieb der 6. Januar als „Erscheinungsfest“ erhalten: Gott wird Mensch (Weihnachten). Gott zeigt sich in Licht und Freude unter den Menschen (Epiphanias).

Der Ankunft Jesu nachzuspüren und zu fragen, was er uns heute zu sagen hat – dafür dürfen wir uns viel Zeit nehmen!

 

Gesegnete Advents- und Weihnachtstage!  Ihre Pfrn. Dorothea Schanz

 

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